Wer 2026 in Niedersachsen ein Einfamilienhaus bauen möchte, profitiert von spürbaren Erleichterungen im Baurecht. Mit dem sogenannten Bauturbo, der Novelle der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) und zusätzlichen Investitionen des Landes sollen Bauvorhaben schneller, planbarer und wirtschaftlicher werden.
Gleichzeitig gilt: Weniger Bürokratie bedeutet nicht weniger Verantwortung. Gerade beim Neubau entscheidet eine vorausschauende Planung darüber, ob der Hausbau entspannt verläuft oder unnötig ins Stocken gerät.
Als regional verwurzeltes Bauunternehmen begleitet Blohm Bau Bauherren seit vielen Jahren durch genau diese Veränderungen. In diesem Artikel zeigen wir, was sich 2026 konkret ändert – und worauf Bauherren jetzt achten sollten.
Der „Bauturbo“: Was Bauherren 2026 wirklich davon haben
Der Begriff Bauturbo steht für ein Bündel politischer Maßnahmen, mit denen der Wohnungsbau beschleunigt werden soll. In Niedersachsen wird dieses Ziel vor allem über Anpassungen im Bauordnungsrecht und über finanzielle Investitionen verfolgt.
Für private Bauherren bedeutet das:
- schnellere Genehmigungsprozesse,
- mehr planerische Freiheit,
- bessere Rahmenbedingungen für modernes, effizientes Bauen.
Gerade beim Einfamilienhaus zeigt sich: Wer die neuen Spielräume kennt und richtig nutzt, kann Zeit und Kosten sparen – ohne Abstriche bei Qualität oder Komfort.
Wichtige Änderungen der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) ab 2025/2026
Viele der folgenden Regelungen gelten bereits seit 2025, entfalten aber 2026 ihre volle praktische Wirkung. Sie sind ein zentraler Baustein des Bauturbos in Niedersachsen.
Hier eine Übersicht der wichtigsten Punkte:
Dachgeschossausbau: Unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfrei
Der Ausbau von Dachgeschossen wird deutlich erleichtert:
- Genehmigungsfrei, wenn definierte Voraussetzungen eingehalten werden
- Gilt auch im unbeplanten Innenbereich
Für Bauherren schafft das neue Optionen:
- spätere Wohnraumerweiterung,
- Mehrgenerationenlösungen,
- Homeoffice oder Einliegerbereiche.
Tipp: Gerade beim Neubau lohnt es sich, das Dach bereits heute so zu planen, dass ein späterer Ausbau problemlos möglich ist.
Wegfall der Stellplatzpflicht: Mehr Freiheit auf dem Grundstück
Für neue Häuser entfällt landesweit die gesetzliche Stellplatzpflicht. Damit sind Bauherren nicht mehr automatisch verpflichtet, eine bestimmte Anzahl an Pkw-Stellplätzen nachzuweisen.
Was das für Einfamilienhäuser bedeutet:
- mehr Gestaltungsfreiheit bei Grundriss und Außenanlagen,
- bessere Nutzung kleiner Grundstücke,
- zusätzliche Flächen für Garten, Terrasse oder Nebengebäude.
Wichtig: Kommunale Satzungen oder Vorgaben im Bebauungsplan können weiterhin abweichende Regelungen enthalten. Eine frühzeitige Prüfung bleibt unerlässlich.
Grenzabstände: Mehr Spielraum bei Umbauten und Garagen
Die NBauO reduziert die erforderlichen Grenzabstände:
- bei Umbauten,
- bei Garagen und Nebenanlagen.
Neue Maßstäbe: 0,4 H bzw. 0,2 H statt bisher 0,5 / 0,25.
Das erleichtert insbesondere:
- die Bebauung kleiner Grundstücke,
- Anbauten im Bestand,
- funktionale Lösungen ohne komplizierte Befreiungen.
Genehmigungsfreie Gebäude: Größerer Spielraum für Nebenbauten
Gebäude ohne Aufenthaltsräume sind nun bis zu 75 m³ umbauter Raum genehmigungsfrei.
Typische Beispiele:
- Abstell- oder Geräteschuppen,
- Technikräume,
- kleinere Nebengebäude.
Auch hier gilt: Genehmigungsfrei heißt nicht regellos – Abstandsflächen und Vorgaben aus dem Bebauungsplan bleiben relevant.
Typengenehmigungen: Schnellere Verfahren durch Standardisierung
Ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung des Bauens ist die uneingeschränkte Anerkennung von Typengenehmigungen aus anderen Bundesländern.
Für Bauherren bedeutet das:
- bewährte Konstruktionen mit hoher Planungssicherheit,
- weniger Prüfaufwand im Genehmigungsverfahren,
- klare Vorteile bei seriellen oder teilmodularen Bauweisen.
Weitere Entwicklung ab 2026: Asbest und Baustellensicherheit
Für 2026 werden verschärfte Schutz- und Nachweispflichten im Umgang mit Asbest erwartet. Relevant ist das vor allem bei:
- Abriss von Altbebauung,
- Rückbauarbeiten auf Bestandsgrundstücken.
Eine frühzeitige Untersuchung schafft Klarheit und verhindert Verzögerungen im Bauablauf.
Fazit: 2026 wird Bauen einfacher und ggf. günstiger, wenn man es richtig angeht
Der Bauturbo und die Änderungen der NBauO schaffen echte Erleichterungen für Bauherren in Niedersachsen. Weniger Bürokratie, mehr Flexibilität und schnellere Verfahren sind eine Chance und können auch zu sinkenden Baukosten beitragen – wenn Planung, Technik und Baurecht sauber zusammenspielen.
Genau hier setzt Blohm Bau an: mit Erfahrung, regionalem Know-how und dem Blick für das Wesentliche. Damit aus neuen Regeln kein Risiko wird, sondern die Basis für ein entspanntes Bauprojekt.
Sie möchten dieses Jahr ihr persönliches Traumhaus bauen? Gerne beraten wie Sie persönlich und unverbindlich. Vereinbaren Sie hier Ihr Beratungsgespräch.